Achtung: Content-Diebe kopieren deutsche Blogs

Tim Reckmann / pixelio.de

Aktuell kopieren dreiste Content-Diebe vermehrt deutsche Blogs. Dabei wird der Content vieler Webseiten kopiert und unter ähnlichen Domains veröffentlicht. Das Ziel ist klar: Klicks auf Werbebanner abgreifen. Eine Domain alleine wird dabei vielleicht nur ein paar Besucher bekommen. Da das jedoch hunderte Mal und vermutlich weltweit automatisiert passiert, fahren die Content-Diebe satte Gewinne ein. Wer jetzt sagt “na und?”, der sollte das ganze nicht unterschätzen. Denn es besteht durchaus die Möglichkeit, dass Google die Kopien als Duplicate Content wertet. Continue reading

Oldschool: Google-Suchanfrage per Post

Die Post-Suchanfrage

Will man heute etwas wissen, ist man ohne Internet echt aufgeschmissen. Dann gibt es nämlich weder Google noch Wikipedia. Natürlich könnte man sich alten Methoden behelfen und so “seltsame Sachen” machen, wie zum Beispiel eine Bibliothek zu besuchen. Michael und Timm Wiethe haben einen kreativeren Weg gewählt: Sie haben Google ganz “oldschool” einen Brief geschrieben.

“Hey Google, da wir hier zur Zeit keinen Zugang zum Internet haben, möchten wir Sie bitten, in Ihrer gewohnt schnellen und umfassenden Weise, eine Suchanfrage zu beantworten. Wir benötigen Infos und Bilder zu: “Deichhörnchen”

Michael und Timm Wiethe weilten zu der Zeit in einem Ferienlager, in dem der Vater als Sanitäter der Johanniter Niedersachen arbeitete. Dort wurden Abends immer geschichten vorgelesen und so auch die geschichte des Deichhörnchens. Als der Sohn dann wissen wollte, ob es Deichhörnchen wirklich gibt, entschlossen sich beide zu diesem unkonventionellen Schritt. Was dann jedoch passierte haben Vater und Sohn nicht erwartet. Continue reading

Verschlüsselte Verbindung in Zukunft ein Ranking-Faktor

HTTPS Künftiger Rankingfaktor

Künftig werden Webseiten, die eine verschlüsselte Verbindungen (https) anbieten bevorzugt. Gesicherte Verbindungen sind damit ein von Googles Seite aus bestätigter künftiger Ranking-Faktor. Bisher seien gerade einmal ein Prozent der globalen Suchanfragen durch eine Https-Verbindung gesichert, heißt es in Googles Blogpost. Unklar ist jedoch wie hoch die Gewichtung einer Verschlüsselung sein wird. Klar ist nur: Andere Faktoren wie die Qualität des Contents, werden immer noch priorität für die Crawler haben. Künftig könne man die die sicheren Verbindungen jedoch stärker gewichten, kündigt Google an.

Verschlüsselung mittels HTTPS (HyperText Transfer Protocol Secure) sorgt dafür, dass Daten beim Zugriff auf eine Webseite nicht im Klartext übertragen werden. Sie können also nicht ohne Weiteres von Angreifern mitgelesen werden. Banken, Mail-Dienste und zum Beispiel Facebook oder PayPal nutzen HTTPS schon länger. Anonym ist man deswegen trotzdem lange noch nicht. Auch die gesicherten Verbindungen erlauben Rückschlüsse auf private Informationen. Sicherer sind diese Verbindungen trotzdem allemal. Angeblich sollen sogar Geheimdienste eine per HTTPS gesicherte Verbindung nicht mehr so einfach überwachen können. Vergangenes Jahr wurde öffentlich, dass Unternehmen in den USA zur Übergabe von Verschlüsselungscodes gedrängt wurden.

Bei Google ist HTTPS übrigens der Standard und wird bei der Suche sowie sämtlichen Diensten verwendet. Jetzt wolle man jedoch den Webmastern Zeit geben, um ihre Seiten auf HTTPS umstellen zu können. Einige Tipps lieferte Google hierfür gleich frei Haus:

  1. Entscheide, welche Art von Zertifikat du benötigst (single, multi-domain, wildcard).
  2. Verwende ein 2048-bit ZertifikatBenutze relative URLs für Ressourcen, die auf der selben sicheren Domain liegen.
  3. Nutze Protokoll-relative URLs für andere DomainsBlocke deine HTTPS Seite nicht vom Crawling via robots.txt.
  4. Erlaube die Indizierung deiner Seite durch Suchmaschinen.
  5. Vermeide die noindex robots meta tag.

Einen faden Beigeschmack hat die ganze Geschichte trotzdem: Wiedermal nutzt Google seine Macht als Branchenprimus aus, um Druck auf Webseiten-Betreiber auszuüben. So positiv ein sichereres Internet auch sein mag, Webseiten die Nutzung aufzuzwingen, ist nicht gerade “die feine englische Art”. Möchte man also weiterhin gut im Google Ranking abschneiden, wird der Umstieg auf HTTPS nicht unumgänglich sein. Weitere Informationen zu HTTPS findet ihr zum Beispiel unter dem diesbezüglichen Wiki-Eintrag (der übrigens ironischer Weise nicht HTTPS-Gesichert ist)